Welche Ziele verfolgt der AKS?
Zentrales Anliegen des AKS ist seit seiner Gründung im Jahre 1970 die Verbesserung und wissenschaftliche Fundierung der sprachpraktischen Ausbildung an den Hochschulen. Der AKS hat dieses Ziel sowohl durch bildungspolitisches Engagement als auch durch Aufgreifen inhaltlicher Fragen verfolgt.
In den ersten Jahren seines Bestehens als Fachverband dominierten bildungspolitische Ziele. Entsprechend den Empfehlungen des Wissenschaftsrats ging es dem AKS darum, die Einrichtung von Sprachenzentren an den Hochschulen voranzubringen und den Ausbau und die Zusammenarbeit bestehender Zentren zu fördern. Die eigenständige organisatorische Verankerung der Sprachausbildung an den Hochschulen sollte den Weg bereiten für eine wissenschaftlich fundierte Sprachvermittlung und eine professionelle, praxisbezogenere Fremdsprachenlehrerausbildung.
In den späten siebziger Jahren traten inhaltliche Themen, praktische und theoretische Fragen des Lehrens und Lernens von Fremdsprachen in den Vordergrund. Der AKS gründete eine eigene wissenschaftliche Zeitschrift und eine wissenschaftliche Buchreihe. Die allgemeine und fachorientierte Sprachausbildung von Studierenden nichtphilologischer Fachrichtungen wurde Gegenstand besonderen Interesses. Damit reagierte der AKS auch weiterhin auf bildungspolitische Entwicklungen, wie er seinerseits versuchte, diese Entwicklungen zu beeinflussen.
Die bildungspolitischen Veränderungen der letzten Jahre und ihre bildungspolitischen Reflexe werden vom AKS als besondere Herausforderung empfunden. Europäische Integration, die Forderung nach einer europäischen Dimension des Studiums, der Ausbau der Sprachausbildung an den Fachhochschulen, die Neuordnung der Sprachausbildung an den Hochschulen in den neuen Bundesländern - sie bestimmten Themen und Inhalte der letzten großen Arbeitstagungen des AKS ("Sprachen für Europa" - 1990; "Mobilität - Integration - Qualilfikation" - 1992; "Interkulturelle Dimensionen der Fremdsprachenkompetenz" - 1994; "Ende oder Wende? Universitärer Fremdsprachenuntericht an der Jahrtausendwende: Qualität der Lehre - Professionalität der Lehrenden" - 1996; "Fremdsprachen an Hochschulen - Was ist hochschulspezifische Fremdsprachenausbildung?" - 1998; "Neue Medien - Neues Lehren - Neues Lernen" - 2000; "Integration - Interdisziplinarität - Internationalität" - 2002 ), und sie bestimmen die derzeitigen Aktivitäten des AKS:
- die Mitarbeit im europäischen Dachverband der Hochschulsprachenzentren CercleS ,
- die Einführung und inhaltliche Ausgestaltung eines hochschulübergreifenden Fremdsprachenzertifikats UNIcert®,
- das erneute Eintreten für eine angemessene Organisation der Sprachausbildung an den Hochschulen ("Empfehlungen zu Struktur und Organisation von Sprachenzentren an Universitäten und Hochschulen"),
- die Mitwirkung bei Gründung, Umstrukturierung oder Ausbau von Sprachenzentren,
- die Unterstützung von institutionellen, regionalen und internationalen sprachpolitischen Initiativen.
Daneben stehen - in den Publikationsreihen und auf Fachveranstaltungen - als unveränderte Ziele die Verbesserung von Ausbildungsformen und -inhalten und die vertiefte wissenschaftliche Einsicht in die Bedingungen des Lehrens und Lernens von Fremdsprachen.
Empfehlungen, Resolutionen und Positionspapiere
- Empfehlung zu Struktur und Organisation von Sprachenzentren an Universitäten und Hochschulen
- Resolution zur Lage von Lehre und Forschung in der universitären Fremdsprachenausbildung (1990, Bochum)
- Resolution zur Fremdsprachenausbildung an den Hochschulen (1996, Bayreuth)
- Resolution zur Frage der Lehrdeputate im Fremdsprachenunterricht an Hochschulen und Universitäten (1998, Braunschweig)
- Resolution des AKS zum Europäischen Jahr der Sprachen 2001 und zur Lage der Fremdsprachenausbildung an Hochschulen in Deutschland (2000, Saarbrücken)
- Positionspapier Wege zur Mehrsprachigkeit an deutschen Hochschulen - Die Integration der Fremdsprachenausbildung in das Hochschulcurriculum (2008, Passau)
- Weitere wichtige sprachpolitische Dokumente (Wulkower Memoranden 2009 - 2011, CercleS Positionspapier 2011)
zum Download -> Resolutionen des AKS (pdf)
zum Download -> Positionspapier des AKS (pdf)
zum Download -> Wulkow Memorandum I (2009)
zum Download -> Wulkow Memorandum II (2010)
zum Download -> Wulkow Memorandum III (2011)
zum Download -> CercleS Positionspapier, Neufassung 2011
